Wie plant man die Umsetzung einer Software in der Softwareentwicklung?

Wie plant man die Umsetzung einer Software in der Softwareentwicklung?Je nach Umfang des Projektes gibt es unterschiedliche Ansätze, ihnen allen gemein ist allerdings, dass zunächst einmal das gewünschte Ziel definiert werden muss. Das kann beispielsweise dadurch geschehen, dass zunächst einmal das klassische Paar aus Pflichten- und Lastenheft erstellt wird. Andere Möglichkeiten sind Use Cases (Anwendungsfälle), bei denen die zu erstellende Software dadurch beschrieben wird, wie die Nutzer sie einsetzen und welche Aufgaben sie damit erledigen sollen.

Der erste Schritt bei der Vorbereitung sollte also die Auswahl der passenden Dokumentationsmethode sein. Ein weiterer Aspekt, der gerne unzureichend beachtet wird, ist die Bürokratie. Zwar gibt es zahlreiche Punkte, bei denen sie notwendig ist, etwa bei der Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben, dennoch besitzt sie erhebliche Bremswirkung bei der eigentlichen Entwicklung. Es verwundert also kaum, dass moderne Entwicklungsstrategien wie die agile Methode versuchen, die Verwaltungstätigkeiten auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Der direkte Nutzen zeigt sich bei richtiger Umsetzung in der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit.

Sind die Ziele definiert, so geht es an die Auswahl der richtigen Werkzeuge. Dazu gehört einmal die Programmiersprache, in der das Projekt umgesetzt werden soll, und darauf aufbauend die Entwicklungswerkzeuge wie IDE (Entwicklungsumgebung), Compiler und Funktionsbibliotheken. Letztere stellen fertige Standardfunktionen zur Nutzung bereit und reduzieren so den Entwicklungsaufwand, da nicht jedes Mal das Rad neu erfunden bzw. programmiert werden muss.

Wichtig sind ebenfalls Werkzeuge für das Projektmanagement. Mit diesen kann die Projektumsetzung erfasst und geplant werden, auch die Verwaltung (Dokumentation und Behebung) von Softwarefehlern wird hiermit erledigt. So kann festgelegt werden, welcher Entwickler wann eine bestimmte Aufgabe zu erledigen hat, und welche Fehler von ihm zu beheben sind. Auch die Auswertung der Fortschritte im Projekt wird so möglich. Anhand der Daten lässt sich also ablesen, ob das Projekt im Zeitplan liegt, und wo sich Probleme ergeben, auf die besser eingegangen werden muss.

Gängigerweise wird Software heute meist inkrementell entwickelt, sie durchläuft also wiederholte Entwicklungszyklen, in denen jeweils Fehler behoben und neue Funktionen hinzugefügt werden.

Über den Autor

KMU Marketing Wissen

KMU Marketing Wissen

KMU Marketing Wissen berichtet über Absatzmarketing - Kunden finden & neue Märkte erschließen